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Alt-Ford-Freunde im Ford Werk 2022

Verein
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Alt-Ford-Freunde im Kölner Werk - ein Besuch in der Classic Abteilung

Frank Scherrer

Durch den Gewinn des Ford Fan Award 2021 in der Kategorie „Bester Ford Club“ (Siehe auch Fotoalbum Ford-Fan-Award-2021) hatte AFF Michael Braune direkten Kontakt mit der Ford Club Betreuung in Köln. Bei der Verleihung am 30.03.22 war keine größere Gruppe eingeladen, sondern nur Michael (als derjenige, der die Beteiligung eingereicht hat) und noch zwei Repräsentanten. Michael hatte sich schon gleich dafür eingesetzt, dass für einen Verein mit über 700 Mitgliedern mehr Personen in den Genuss einer Werksführung und den Besuch der Classic Abteilung kommen sollten. Ford überreichte Michael daraufhin beim Besuch im März einen Gutschein für 30 Personen.

Die Werksführung wird bei Ford allerdings nur unter der Woche durchgeführt. D.h. wir können nur zu Zeiten dorthin, in denen die Meisten von uns arbeiten müssen.  Es fanden sich aber trotzdem sehr schnell Mitglieder, die gerne dabei sein wollten und das Kontigent war schneller ausgeschöpft, als wir uns das gedacht hatten. Vielleicht ist hier also noch mehr Bedarf. Meldet Euch bei Euren Stammtischleitern und sammelt bitte die Anfragen, so dass wir gegebenenfalls weitere Besuchstermine abstimmen können.

 

Ford Werk Köln – Tor 3

Zurück zum Besuch im Werk. Auf dem Parkplatz an Tor 3 kamen dann alle 30 angemeldeten Mitglieder an. Manche per PKW, manche im Oldtimer und manche mit dem Taxi. Es war kurz nach 9 Uhr und wie vorher Rudi Brendel in der Gießener Whats-App-Gruppe schrieb  – Morgens um halb Zehn in Deutschland – gibts Knoppers. Also gab es für alle ein Knoppers. Ach der Rudi….wir werden hier noch mehr von Ihm lesen.

Nachdem alle eingetroffen waren füllten wir eine Liste aus, die es dann erlaubte, das nicht einzeln registriert werden mussten. Das Eingangstor ging auf und Dolores von der Ford Öffentlichkeitsarbeit führte uns hinein.

 

Auch wenn man schon mehrmals im Werk war, freut man sich doch immer wieder mal einen direkten Blick in die Produktion und vor allem in die Classic Abteilung werfen zu dürfen. Ganz besonders klasse ist das wenn man eine Führung von Wolfgang Laufer bekommt. Seit einigen Jahren in Rente, lässt Ihn das Thema nicht los – ganz toll für uns.

Ein herzliches Dankeschön nochmals an dieser Stelle Wolfgang !

Warum ist das so besonders ? Wolfgang hat viel Herzblut in den Aufbau der Ford Classic-Abteilung gesteckt. Ohne Ihn gäbe es das nicht und er kennt jedes Auto. Er erzählte uns zu jedem Auto eine Geschichte – Woher kam der Wagen, was waren die Schwierigkeiten bei der Restaurierung usw.

Das Wetter war hervorragend und die Sonne schien tief in den Ausstellungsraum der Classic-Abteilung, was das Fotografieren zum Teil schwierig machte.

Durch eine Tür auf der Rheinseite des A-Gebäudes kamen wir in den Ausstellungsraum. Gleich rechts neben dem Eingang stand der Nachbau eines Quadricycles, das in den achtziger Jahren im Ford Werk entstand.

Wolfgang ging gleich zu Anfang auf die Bedienung des Model-T ein, dessen drei Pedale eine ganz andere Funktion haben. Man könnte es über Nacht irgendwo stehen lassen….es würde wohl kaum jemand schaffen das Fahrzeug zu stehlen. Die Funktion der Pedale ist den Meisten sicher unbekannt. Alt-Ford-Freunde können sich eine einfache Bedienungsanleitung hier ansehen. Weitere Bilder von den Fahrzeugen der Classicabteilung sind in einem Fotoalbum zu unserem Besuch abgelegt.

Ein Beispiel zu „Wolfgangs Erzählungen“: Der gezeigte Granada Kombi gehörte damals zur Rennabteilung. Mit diesem Wagen wurden im Notfall schnell Teile aus dem Werk geholt, falls beim Renneinsatz der Capris z.B. am Hockenheimring oder Nürburgring Teile ersetzt werden mussten. Man fuhr schnell….der 2,8i hat wohl öfter die linke Spur der Autobahn per Lichthupe „gereinigt“.

Der Wagen wurde für die Classic-Abteilung komplett aus Neuteilen restauriert und hat mittlerweile als Pressewagen wieder Patina angesetzt.

Gesagt hat er es nicht, aber ich glaube, dass Wolfgangs „Steckenpferd“ die Renncapris sind. Zwei davon standen in der Halle und wir lauschten Wolfgangs Stimme. Er kennt die Wagen, die Eigenheiten und auch die Fahrweise. Er ist Sie früher selbst bei verschiedenen Renneinsätzen gefahren. Man könnte neidisch werden……man muss „jönne könne“.

Neben den Capris standen zwei Sierra mit unterschiedlicher Motorisierung. Einmal der sehr bekannte schwarze RS500 mit 4-Zylinder Cosworthmotor und ein mit Turbo aufgeladener gelber Sierra mit 2,3 Liter Hubraum.

Auf dem weiteren Weg zeigte uns Wolfgang noch den Polizei-Mustang, den die Kölner Polizei wohl ganz gerne hätte…

Und jetzt kommen wir nochmal auf Rudi zurück…..er suchte schon die ganze Zeit …..aber was?

Direkt neben der Classic-Abteilung befindet sich deren Werkstatt. Mehrere Hebebühnen, Regale, ein Büro und mehrere Autos standen dort herum. Auf einer Bühne auch ein Buckeltaunus, der neu lackiert auf den Zusammenbau wartet.

Und dann stand hier noch ein flacher blauer Flitzer, den Rudi genauer beäugte.

Wolfgang öffnete die nach oben schwenkbare Fahrertür und der eine oder andere Alt-Ford-Freund durfte mal Platz nehmen. Ein erhebendes Gefühl so tief zu sitzen….. Ein toller Ford. Sowas erzeugt Firmen-Image. Es hat über die Jahre mehrere GT gegeben. Ford kann…das hat man bereits in den sechziger Jahren in Le Mans bewiesen.

Eine Chance, die man nicht jeden Tag hat…iss schon eng. Ob ich meine 187cm da reinbekomme?

Ich stelle fest, einen Gurt brauche ich nicht  -Ausstrecken und Spannung zwischen Kopf und Füße bringen  – einrasten – fertig!

Ich sitze in dem Boliden und träume……..und dann kommt Rudi…..

Was machstn so lang da drin … ?  Aus der Traum.

Nach geraumer Zeit in der Werkstatt, wurden wir ins Besucherzentrum geführt

Dort angekommen, gab es eine Filmvorführung, die natürlich Ford-Geschichte, aber auch einen Blick nach vorne zeigte. Das Kölner Werk wurde zu dieser Zeit bereits kräftig umgebaut und auf die Montage elektrischer Fahrzeuge für die Zukunft eingerichtet. Das Fotografieren bei dieser Fahrt sollte unterlassen werden, da man die Mitarbeiter schützen möchte. Daher haben wir hier auch keine Fotos erstellt. Beim Start der Rundfahrt gab es noch einige Schnappschüsse.  Schutzbrillen und Masken wurden ausgegeben, die wir für die Rundfahrt natürlich anlegten.

Der Treffpunkt für  Besucher war dann unsere Endstation. Einige Mustang Mach E standen dort noch und  wurden auch noch in Augenschein genommen. Ist das die Zukunft?  Es geht wohl kein Weg daran vorbei. Ob E-Autos der richtige Weg sind wird sich zeigen.

Wir verließen das Werk und einige trafen sich noch in der Kölner Motorworld um etwas zu Essen. Bei Pizza und jede Menge Oldtimer sowie der gut ausgestatteten Michael Schumacher Ausstellung ging der Tag zu Ende.

Ein schöner Ausflug für 30 Mitglieder. Es war ein schönes Erlebnis und weil sich noch mehr Mitglieder gemeldet hatten, wird das nicht der letzte Ausflug ins Kölner Werk gewesen sein.

Euer

Frank [9.10.22]